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  • Jens Howoldt

Piz Beverin - Pyramide im Bündnerland

Aktualisiert: 20. Okt. 2021

Neun Naturfreunde wollten am Sonntag unbedingt auf den 2‘998 Meter hohen Piz Beverin. Dieser liegt im Bündnerland mitten im gleichnamigen Naturpark. Die herrliche Felspyramide galt es von der Südost Seite her zu besteigen. Doch erst gemütlich. Am Samstag reisten wir nach Zillis an und besichtigten dort die weltberühmten Deckenmalereien in der reformierten Kirche St. Martin aus dem 12. Jahrhundert. Sie stellt die biblische Geschichte dar. Danach verschoben wir uns hinauf nach Wergenstein zu unserem *** Sternehotel „Capricorn“ (Steinbock) zu einem Mittagslunch. Um halb Ein Uhr nahmen wir unsere dreieinhalb stündige Aufwärmrunde mit ein paar hundert Höhenmeter in der Nähe in Angriff, bei heissschwülem und durstigem Wetter. Am späten Nachmittag liessen wir uns auf der Sonnenterrasse im Capricorn bei Bier und Snacks verwöhnen und freuten uns auf den 4- Gänger am Abend vom Punktekoch. Wir fragten uns: Erreichen wir Morgen den Gipfel bei so viel Schnee? Ein Ortsansässiger empfahl uns deswegen die Route über beide Wege über die 8m-Leiter zu nehmen. Am Sonntag hiess es: „Beverin“ wir kommen! Wir waren froh, dass es heute stark bedeckt war, da wir uns den ganzen Tag weit oberhalb der Waldgrenze aufhielten und so der sengenden Sonne ausweichen konnten. Um 07.30 starteten wir in Dumangs, einer Alp oberhalb von Wergenstein. Die Schlüsselstelle war diese 8m Leiter auf 2‘400m, die alle ohne mit der Wimper zu zucken ab- und später wieder aufstiegen, auch nicht unbedingt Jedermanns*Frau- Sache! Den Gipfel erreichten wir alle mit Stolz, dabei die letzten 100m in hüfttiefem Nassschnee. Geschafft! Heute war ich zum 10x auf dem Gipfel, aber das erste Mal über diese Route. Das Mittagessen hielten wir kurz, den es herrschten hier oben tiefe Temperaturen und starke Winde, sodass die Handschuhe und die Mütze nötig waren. Der Abstieg wieder über die Leiter und tiefer unten über schönste Blumenwiesen waren einfach herrlich. Unterwegs trafen wir, wie soll es anders sein, auf „Munggen“. Die putzigen Viecher warnten ihre Artgenossen von uns schwatzenden Berggängern. Sogar ein Steinbock und ein Schneehuhn liessen sich blicken. Wir waren eine homogene, gut gelaunte Truppe mit ähnlichem Fitnessstand, was den Anlass bei viel Spass besonders gut gelingen liess. Wir waren mit der Truppe gar eine Stunde schneller zurück als geplant, was uns noch zu einen gemütlichen Kaffeehalt und Schlümmerli im Capricorn vor der Heimfahrt bescherte. Einfach schön mit Naturfreunden unterwegs zu sein...und nochmals Chapeau an alle, denn der Piz Beverin ist ehrgeizig zu besteigen!




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